Schon der Arzt Hippokrates (um 460 – 370 v. Chr.) befasste sich mit dem Zusammenhang zwischen Äusserem und Innerem eines Menschen. Er interessierte sich besonders für die Krankheitszeichen im Gesicht und schuf damit die Grundlage der heutigen Patho-Physiognomik.

Auch Aristoteles (um 384 – 322 v. Chr.), als einer der bekanntesten und einflussreichsten Philosophen der Geschichte bekannt, erkannte den starken Zusammenhang zwischen Körper und Seele und den Ausdruck der Seele durch den Körper. Ihm wurden die beiden bislang ältesten Schriftstücke über Physiognomik zugeschrieben.

Johann Joachim Winkelmann (1717 – 1768) war ein bedeutender Förderer der physiognomischen und kallisophischen Wissenschaft. Er hat unter anderem auch auf Johan Caspar Lavater (1747 – 1801) einem Schweizer Pfarrer, anregend gewirkt. Dieser liess sich aus Menschenliebe auf die physiognomische Betrachtung ein und veröffentlichte das Buch «physiognomische Fragmente».

Erst Carl Huter (1861 – 1912) begründete und baute die Psycho-Physiognomik auf wissenschaftlicher Basis so weit aus, wie wir sie heute kennen.
Mit der Psycho-Physiognomik hat er ein System entwickelt, welches Aufschluss auf psychische und organische Anlagen eines Menschen gibt. Die Anlagen und Charaktereigenschaften können durch die Deutung von Körper-, Kopf- und Gesichtsformen, Hautstrukturen, der Körpersprache sowie weiteren Äusserungsformen erkannt werden.

Über 60 Jahre sorgfältige, verantwortungsbewusste Forschung führten Natale Ferronato, einen Schweizer Arzt, zu der Patho-Physiognomik. Er erkannte, dass eine Krankheit die Ausdrucksform verändert. Diese Veränderungen zeigen sich besonders an der Gesichtshaut, lange bevor spürbare Symptome auftreten. 

Die Forschung macht keinen Halt und die Frage, ob neben den genetischen Informationen auch epigenetische Veränderungen an die nächste Generation vererbt werden, beschäftigt sie schon lange.

Heute wissen wir, dass Gene durch Umweltfaktoren unsere Zellen steuern. Massgebend ist die Art und Weise wie wir die Umwelt verarbeiten und wie wir mit unserem Innenleben umgehen.